Restart aus der Boxengasse

© clipdealer.de | iStock/vm/GODS_AND_KINGS
© clipdealer.de | iStock/vm/GODS_AND_KINGS

23.12.2020

Ready 2 Restart: So sollte das Motto der automotive.2020 lauten. Die Veranstaltungseinschränkungen ließen ein Netzwerkevent dieser Größe nicht zu, also haben wir unsere Jahrestagung auf mehrere Pitstops verteilt. Der Restart erfolgte daher aus der Boxengasse.

Statt des klassischen Formats präsentierten wir fünf kompakte Online-Pitstops. Den Anfang machten Candera und Kontrol mit dem Thema „Future Mobility/Connectivity“. Candera-Geschäftsführer Reinhard Füricht informierte über Trends und aktuelle Entwicklungen rund um „Automotive HMI“. Andreas Lauringer, Geschäftsführer der Kontrol GmbH, berichtete über den Weg „Von ADAS zur Autonomie“.
 

Krise trifft Wandel

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) beleuchtete am 26. November den „Wandel der Automobilindustrie“ anhand der aktuellen Lage der Branche und der Transformationsprozesse in der Automobilindustrie. Zum Abschluss lieferte der VDA Prognosen für die Zeit nach der Krise. Universal Robots gab spannende Einblicke in das Thema „Beispiellose Krise trifft beispiellose Transformation“ und zeigte konkrete Cobot-Lösungen für die industrielle Praxis.
 

Emissionsfreie Verbrenner

Der dritte Pitstop Anfang Dezember stand unter dem Motto „Zukünftige Antriebstechnologien für Nutzfahrzeuge und Traktoren“. Michael Kordon, Manager Methodology for Development, Calibration and Testing bei der AVL LIST GMBH, hielt einen Vortrag zum Thema „Wo geht die Reise in der EU hin?“. Dabei ging es hauptsächlich um die CO2 - Richtlinie der EU, die bis 2025 ein Minus von 15 % CO2 -Emissionen anstrebt. „Wir werden in der Lage sein, eine Reduktion von 80 bis 90 % der Schadstoffemissionen zu schaffen. Die Technologien werden in Zukunft dafür sorgen, dass Verbrennungsmotoren keinen Einfluss mehr auf die Gesundheit haben. Dazu muss aber massiv in Technologie investiert werden“, betonte Kordon. Für 2030 rechnet er mit einem Anteil von zwei bis vier Prozent Wasserstoffmotoren, 13 bis 17 Prozent batterieelektrischen Fahrzeugen und acht bis zehn Prozent Hybridfahrzeugen.
 

Nachhaltige BMW Group

Hubert Mitterhofer vom Linz Center of Mechatronics (LCM) gab einen Überblick darüber, wie weit die Elektrifizierung der Fahrzeuge in der EU schon fortgeschritten ist. Beim vierten Boxenstopp drehte sich bei BMW alles um Nachhaltigkeit im Einkauf und Lieferantennetzwerk. Die BMW Group gab einen interessanten Einblick in ihre Bestrebungen rund um Dekarbonisierung und Klimawandel, menschenrechtliche Sorgfaltspflicht in der Lieferkette sowie Kreislaufwirtschaft.
 

Japan als Vorreiter

Der vorerst letzte Boxenstopp kurz vor Weihnachten mit FANUC Österreich behandelte das Thema „Japanische Produktionsstandards als globale Basis“. Als Weltmarktführer im Roboter- und CNC-Bereich stellte FANUC Österreich-Geschäftsführer Thomas Eder die weiteren geplanten Entwicklungen im elektrifizierten Fahrzeugbereich aus dem Blickwinkel von Toyota dar. „Als wichtigster Erfinder im AutomotiveProduktionsprozess wird bei unseren Entwicklungen neben den Elektrofahrzeugen auch Wasserstoff eine wichtige Rolle einnehmen“, sagte Eder. Weitere Boxenstopps werden 2021 folgen. Die automotive.2021 als Netzwerkevent ist am 22. Juni 2021 geplant.