Der Weg zur effizienten Mobilität

So sieht die Roadmap 2 Efficient Mobility aus. © Business Upper Austria
So sieht die Roadmap 2 Efficient Mobility aus. © Business Upper Austria
Zum Abschluss des Kick-off-Workshops konnten die Teilnehmer im ROTAX Max Dome beim E-Kart-Rennen Elektromobilität mit Spaßfaktor testen. © Business Upper Austria
Zum Abschluss des Kick-off-Workshops konnten die Teilnehmer im ROTAX Max Dome beim E-Kart-Rennen Elektromobilität mit Spaßfaktor testen. © Business Upper Austria
© Salzburg AG Tourismus
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05.07.2022

Welcher Pfad führt die Automobilindustrie und ihre Zulieferer in die Zukunft der Mobilität? Diese Frage beschäftigt den Automobil-Cluster und seine Mitglieder, aber auch die OEMs selbst. Eine endgültige Antwort scheint sich (noch) nicht abzuzeichnen, weshalb der AC seine 2019 gestartete Initiative „Roadmap 2 Efficient Mobility“ fortsetzt.

Viele Zulieferer, bei weitem nicht nur die kleinen, haben oft nicht die nötigen Kapazitäten, um neue Technologien systematisch zu screenen. Gleichzeitig fordert der momentan vorherrschende Markt mit einem Mix aus Verbrennungsmotoren und alternativen Antrieben genau das: tiefes Verständnis neuer Technologien und der damit verbundenen Anforderungen an die eigenen Produkte. Wie können diese Anforderungen aufs eigene Unternehmen umgemünzt werden? In der Entwicklung, in der Produktion? Antworten auf diese Fragen erarbeiten die Teilnehmer in der Roadmap.
 

14 Themenfelder

Beim Auftakt im April diskutierten Unternehmensvertreter mögliche Schwerpunkte und Prioritäten für die neue Roadmap. Dabei kamen 14 Themenfelder zur Sprache, darunter Neue Mobilität – neue Wertschöpfungsketten, Safety & Cybersecurity, Batterie, Sensorik, Brennstoffzelle und Leistungselektronik. Eröffnungsredner Markus Kreisel, CEO von Kreisel Electric in Rainbach im Mühlkreis, stellte sein Unternehmen und die eingesetzten Technologien vor. Er sieht in der kürzlich bekanntgegebenen Beteiligung von John Deere an Kreisel neue Chancen für (ober-) österreichische Zulieferer bei E-Mobilität und Ladeinfrastruktur.
 

Know-how und Kontakte

Das Konzept der Roadmap sieht vor, zu den einzelnen Themenfeldern jeweils einen Erfahrungsaustausch mit einem Besuch bei Best-Practice-Unternehmen zu verknüpfen. „Dadurch wird aufgezeigt, welche Schwerpunkte und Möglichkeiten diese neuen Technologien bieten. Durch den Mix an teilnehmenden Unternehmen – vom Sonder- und Nutzfahrzeughersteller bis zum Teilelieferanten – ergeben sich auch innerhalb der Gruppe wertvolle Kontakte“, erklärt Projektmanager Matthias Koller ein Alleinstellungsmerkmal der Roadmap. Der positive Effekt beschränkt sich somit nicht nur auf das Kennenlernen neuer Technologien, sondern besteht auch im gegenseitigen Kennenlernen. Der AutomobilCluster übernimmt das Projektmanagement und die Organisation. Im Idealfall können aus gemeinsamen Themenstellungen der beteiligten Unternehmen Kooperationsprojekte abgeleitet werden.
 

Faktor Mensch

Unabhängig von Technologiefragen kristallisierte sich im Startworkshop vor allem ein Thema heraus, das in allen Szenarien eine wesentliche Rolle spielt: die Qualifizierung der Mitarbeiter. „Wir sehen das aber nicht als eigenes Thema in der Roadmap, sondern werden als Cluster Qualifizierungsmaßnahmen erarbeiten – etwa auch gemeinsam mit der Fachhochschule OÖ. Der Fokus liegt dabei auf einem hohen Praxisbezug“, sagt Koller.

An der Roadmap interessierte Unternehmen können sich noch bei Matthias Koller melden.
 



Wasserstoffantrieb für Schiffe

Jüngstes Beispiel für ein Kooperationsprojekt ist „HyShip“. Dabei geht es um die Auslegung und in weiterer Folge den möglichen Umbau eines Binnenschiffs von Diesel- auf einen emissionsfreien Brennstoffzellen-Wasserstoff-Antrieb. Auch die Möglichkeit eines batterieelektrischen Antriebs wird untersucht. Als Modell dient ein Schiff aus der Flotte der WolfgangseeSchifffahrt. Die ÖSWAG, AKKA Technologies und die FH Oberösterreich bilden das Projektkonsortium. Plastic Omnium New Energies Wels, WIVA P&G und die Salzburg AG unterstützen das Projekt.


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Portraitfoto Ing. Matthias Koller

Ing. Matthias Koller, MBA

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