Sicherheitszellen schützen vor Cyberbedrohungen

Prozessleitsystem APROL von B&R sorgt für sichere Anlagen im World Wide Web

Wird eine Sicherheitszelle kompromittiert, können die anderen Sicherheitszellen weiterarbeiten ohne beeinträchtigt zu werden. © B&R
Wird eine Sicherheitszelle kompromittiert, können die anderen Sicherheitszellen weiterarbeiten ohne beeinträchtigt zu werden. © B&R

22.09.2020

Die Vernetzung von Produktions- und Automatisierungsebenen mit dem Internet nimmt in der Prozessindustrie beständig zu. Um Anlagen sicher vor Cyberattacken zu schützen, hat B&R das Benutzermanagement des Prozessleitsystems APROL weiterentwickelt. Verteilte autonome Sicherheitszellen schützen Anlagen einfach und effizient vor Schadsoftware und Hackerangriffen.

Zum wirkungsvollen Schutz im World Wide Web werden große Anlagen in Sicherheitszellen aufgeteilt. Wird eine Sicherheitszelle von außen angegriffen, können alle anderen Zellen ohne Beeinträchtigung weiterarbeiten. Ein möglicher Schaden wird damit minimiert und zugleich die Verfügbarkeit der Anlage erhöht.

Sicherheitszellen schützen wirkungsvoll

Um dies zu erreichen, wird die Anlage zuerst in autonom funktionierende Automatisierungszellen (process cells) unterteilt. Diese bestehen aus produktionsrelevanten Zonen, Abschnitten, Teilbereichen oder Teilanlagen. Anschließend werden eine oder mehrere Automatisierungszellen wiederum in Sicherheitszellen (security cells) zusammengefasst. Insgesamt ermöglicht die flexible Client-/Server-Architektur bis zu 64 Sicherheitszellen.

LDAP für jeden Runtime-Server

Mit seiner Multi-Runtime-Server-Architektur stellt APROL den unabhängigen Betrieb aller erforderlichen Systeme sicher. Auf jedem Multi-Runtime-Server steht ein eigener LDAP-Server (389 Directory Server) zur Verfügung. Damit können (Teil-)Anlagen innerhalb einer Sicherheitszelle auch ohne Netzwerkverbindung nach außen betrieben werden.

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