Handelskrieg USA-China: Können österreichische Firmen profitieren?

Ein Mann hält Vortrag
Der chinesische Botschaftsrat Dr. Gao Xingle gab Tipps zur Kontaktsuche und -pflege in der chinesischen Wirtschaft © Business Upper Austria
Viele Menschen sind am netzwerken
Die Frage "Wie starte ich in China?" stand auch beim Netzwerken im Vordergrund. © Business Upper Austria
Viele Menschen in Warnwesten vor einem Gebäude
Die Teilnehmer besichtigten die Produktionsstätte des Gastgebers Greiner Perfoam. © Business Upper Austria

10.07.2018

Der Automobil-Cluster unterstützt Unternehmen aus dem Partnernetzwerk mit dem Programm Roadmap to China (R2C) beim Markteintritt in China. Am 2. Juli fand dazu eine Kick-off-Veranstaltung bei Greiner Perfoam für interessierte Unternehmen statt.

20 Teilnehmer wollten sich beim Kick-off in Enns darüber informieren, wie man am besten gemeinsam einen Start in China vorbereitet, unter ihnen auch Vertreter von Ebner Industrieofenbau, Keba und Senoplast. Aufschlussreiche Einblicke in die chinesische Wirtschaft und wie man am besten erste Kontakte findet und pflegt, gab es vom chinesischen Botschaftsrat Dr. Gao Xingle. Themen waren unter anderen eine Marktanalyse im Kontext Automotive.


China wächst stark im automotiven Bereich

China ist für Automobil-Zulieferer seit dem Handelsstreit zwischen den USA und dem Reich der Mitte noch interessanter – die Chinesen produzieren jetzt schon mehr Autos als ganz Europa und der Exportanteil beträgt 4,5 Prozent. Sehr viele europäische OEMs gehen nach China, nicht nur wegen der hohen Subventionen und Förderungen im Bereich Digitalisierung, Autonomes Fahren. und Alternative Antriebssysteme. Diese internationalen Trends sind für Zulieferer aus Österreich mit ihren innovativen Produkten äußerst interessant.

OEMs und Tier1 bauen verstärkt in China und im NAFTA Raum ihre Produktionsstätten, um kurze Entscheidungs- und Lieferwege zu gewährleisten. Gleichzeitig profitieren sie von einem dynamisch wachsenden Markt, der technologisch in manchen Bereichen unseren Standards entspricht oder uns sogar überlegen ist. Personalkosten sind geringer als in Europa und die Verfügbarkeit von gut ausgebildeten Mitarbeitern ist gegeben. Österreichische Zulieferer folgen ihren OEMs und Tier1 in diese neuen Märkte. Das Szenario trifft zunehmend auch für mittelständische und kleine Betriebe zu.


Roadmap to X

Der Automobil-Cluster Oberösterreich unterstützt Unternehmen aus seinem Netzwerk in einem kooperativen Ansatz bei der Markterschließung und wird die für die Unternehmen wichtigen Themen in Kooperation mit dem Export Center Oberösterreich und der Außenwirtschaft Austria begleiten. Roadmap to China ist ein Projekt, in dem Unternehmen gemeinsam den Markteintritt analysieren und umsetzen. Dabei werden Synergien sichtbar und die Stärken der Unternehmen werden zum gegenseitigen Nutzen.
 

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