
Ursprünglich konzipierten die F&E-Experten von Fronius das CMT-Verfahren für Dünnblech- und Werkstoffmischverbindungen. Einer seiner Hauptvorteile, die geringe Wärmeeinbringung des "kalten" Prozesses, revolutioniert jetzt das Auftragsschweißen. "Mit CMT erzielen wir die gewünschte geringere Aufmischung mit dem Grundwerkstoff und haben dank des reduzierten Wärmeeintrags deutlich weniger Verzug. Letzteres verringert den Aufwand für nachträgliche Richtarbeiten an den schweißplattierten Membranwänden", fasst Dipl.-Ing. und EWE Wolfgang Hoffmeister, geschäftsführender Gesellschafter der "Uhlig Rohrbogen", die Vorteile des Verfahrens zusammen.
Im Vergleich zum Auftragsschweißen mit dem WIG (Wolfram- Inertgas)-Prozess ist wegen der geringeren Aufmischung nur eine "dünne" Lage statt mehrerer Millimeter Dicke erforderlich. Außerdem ist die Schweißgeschwindigkeit des CMT-Prozesses zwei- bis dreimal höher. Im Vergleich zum MAG (Metall-Aktivgas)-Prozess reicht bei gleicher Drahtgeschwindigkeit (z.B. 12 m/min.) ein Schweißstrom von 180 statt 300 Ampere. Entsprechend niedriger ist der Wärmeeintrag. Zum automatisierten Auftragsschweißen von Rohren hat Fronius jetzt eine komplette Anlage entwickelt. Die Erste ihrer Art erhielt die italienische Firma Ansaldo. Mit ihr kann der Anwender die Vorteile des CMT-Verfahrens in einer überzeugenden technischen Umsetzung inklusive der praxisgerechten Software nutzen.
2006 erzielte Fronius mit knapp 1.900 Mitarbeitern einen Umsatz von ca. 235,12 Mio. Euro. Das inhabergeführte Familienunternehmen gilt als internationaler Technologieführer beim Lichtbogen-Schweißen. Anwendungen finden sich in allen Bereichen der Metallverarbeitung. Fronius bietet seinen Kunden manuelle bis vollautomatische Schweißsysteme für qualitativ hochwertige und wirtschaftlich effiziente Prozesse. Weltweit betreuen 10 Tochtergesellschaften und 82 Vertriebs- und Servicepartner die Anwender. Weitere Sparten neben der Schweißtechnik sind die Solarelektronik und Batterieladesysteme.
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