
Termin: 25. November 2010, 09.00 - 17.00 Uhr
Ort: Oberbank-Forum Linz
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Volatile Märkte und eine zunehmende Komplexität von Produktionssystemen sind Kennzeichen unserer Zeit. Um unter diesen Gegebenheiten wirtschaftlich erfolgreich zu agieren, ist es erforderlich, die vorgefundene Komplexität zu beherrschen, Zusammenhänge tiefgehend zu verstehen und Szenarien richtig zu bewerten. Dazu hat sich in den letzten Jahren die diskrete Ereignissimulation als universelles Werkzeug für den Anlagen- und Systemplaner etabliert.
Für die Logistikplanung eröffnet der Simulationseinsatz Möglichkeiten, welche sich klassischen Berechnungsverfahren vielfach verschließen. Mit Simulationsmodellen lassen sich Wechselwirkungen zwischen Systemkomponenten, z. B. durch Rückstaus oder konkurrierende Ressourcenzugriffe, sowie stochastische Effekte realitätsnah abbilden und experimentell untersuchen. Speziell kann das zeitliche Verhalten der logistischen Abläufe im Detail analysiert und bewertet werden. Die Simulationsmodelle liefern dabei die Grundlagen für Kennzahlen ähnlich einer realen Betriebsdatenerfassung, sodass dem Anwender ein flexibles Experimentierfeld für das Bewerten, Erproben und Optimieren seiner Ideen und Konzepte zur Verfügung steht.
Kam die Logistiksimulation bis vor kurzem vor allem in der Konzeptions- und Engineering-Phase (Strukturplanung, Dimensionierung, Strategieentwicklung) zum Einsatz, zeichnet sich aktuell ihr Einzug in die virtuelle Inbetriebnahme sowie in operative Planungs- und Entscheidungsunterstützungssysteme ab.
Bei der virtuellen Inbetriebnahme werden vor allem die Systemintegration erprobt sowie Leistungstests am Rechner vorweggenommen. Eine spezielle Ausprägung ist das virtuelle Testen der realen Steuerungs- und Leitsysteme, bei dem das Simulationsmodell die Anlagenhardware emuliert. Ziel der virtuellen Inbetriebnahme ist es, sowohl konzeptionelle wie auch Implementierungsfehler Fehler rechtzeitig vor dem realen Hochlauf zu detektieren und damit Inbetriebnahmezeiten zu reduzieren sowie Wartungskosten zu senken.
Ein weiteres, ebenfalls noch relativ junges Anwendungsfeld der diskreten Ereignissimulation ist der Einsatz von Simulation in der operativen Produktionsplanung und steuerung. Dabei werden Simulationsmodelle mit Optimierungsverfahren zur APS-Komponenten (Advanced Planning and Scheduling) gekoppelt und in Leitstände (MES - Manufacturing Execution Systeme) und ERP-Systeme integriert. Somit lassen sich die Vorteile einer modellbasierten Bewertung mit der Flexibilität metaheuristischer Planungs- und Optimierungsverfahren auch im operativen Tagesgeschäft nutzen.
Ziel der Fachveranstaltung
Anwendungsmöglichkeiten simulationsbasierter Verfahren kennenlernen
Die Veranstaltung möchte die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und den praktischen Nutzen von diskreter Ereignissimulation in der Produktionslogistik aufzuzeigen. Zu diesem Zweck werden ausgewählte Referenten sowohl erfolgreiche Fallbeispiele aus dem industriellen Alltag als auch aktuelle Trends aus der Forschung präsentieren. Dabei werden unter anderem folgende Themen zur Diskussion gebracht:
Erfahrungsaustausch
Vorträge aus unterschiedlichen Domänen und Branchen zeigen sowohl die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten als auch die Gemeinsamkeiten der Problemstellungen. Die Referate sollen Anregung geben, die Technologien und Lösungsansätze im eigenen Unternehmen nutzbringend einzusetzen. Die Veranstaltungspausen laden zu einem gegenseitigen Erfahrungsaustausch und zum Knüpfen von Kontakten ein. Für die Teilnehmer lassen sich folgende Nutzpotentiale angeben:
Kosten / Nutzen simulationsgestützter Verfahren beurteilen
Alle Vortragenden werden eingeladen, den Kosten/Nutzen ihrer präsentierten Projekte darzustellen und dabei auf folgende Fragen einzugehen:
Das SimForum wurde im Jahr 2000 von der PROFACTOR GmbH als Plattform für einen kontinuierlichen Dialog zwischen Forschung und industrieller Anwendung initiiert und bislang viermal mit großem Erfolg durch geführt.
Zielpublikum
Das SimForum2010 richtet sich als Fachveranstaltung an industrielle Anwender aus produzierenden Unternehmen sowie an Dienstleister und Systemintegratoren im Bereich der Anlagen- und Logistikplanung:
Zielbranchen
Die präsentierten Methoden und Verfahren sind zumeist domänenunabhängig, sodass auf eine branchenspezifische Einschränkung verzichtet werden kann. Speziell werden folgende Bereiche adressiert: