
In den KVP-Runden wurde intensiv gearbeitet. Die Ergebnisse waren äußerst positiv.

Der KVP-Prozess war Thema vieler Einzelgespräche der Partner, die die Zeit fleißig zum Netzwerken nützten.

Wie in der voestalpine KVP umgesetzt wird, erfuhr man bei den Rundgängen durch die KVP-Zentren der voestalpine Stahl GmbH, einem Hauptsponsor der Veranstaltung.
Man sollte meinen, dass es nur um automotive Themen geht, wenn KVP-Interessierte aus der Autoindustrie sich zur KVP-Großveranstaltung treffen. Aber der kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP) lebt besonders davon, Lösungsansätze auch aus anderen Branchen zu betrachten und neue (verbesserte) Wege zu beschreiten.
Magna Powertrain drehte einen Western
Auch Maßnahmen, wie mit den Mitarbeitern einen Cowboyfilm zu drehen, haben ihre Berechtigung, wenn durch das gemeinschaftliche Erlebnis ein Prozess in Gang gesetzt wird, der in weiterer Folge den KVP-Gedanken ankurbelt. Hier wie dort ist das Zusammenarbeiten und das gemeinsame Wollen die grundlegende Voraussetzung. Also kam man bei Magna Powertrain auf die glorreiche Idee, die Mitarbeiter zu einer „Gemeinschaftsproduktion“ zu bewegen und einen Film zu drehen. KVP-Projektleiter Stefan Pretterhofer war vom Erfolg angetan, denn das Projekt „Western“ hat sichtbare Auswirkungen auf die Zusammenarbeit im KVP-Prozess bei Magna Powertrain.
Scheibenwischer aus der Dose
Für alle Produkte gibt es mittlerweile Entwicklungstrends. Im Bereich Technik gibt es 35 Trendmuster. Eines davon ist die Dynamisierung, die Dr. Börge Kummert von der Innovation-Management-Group GmbH (IMG) z.B. beim Scheibenwischer veranschaulichte. Technische Erfindungen entwickeln sich demnach meist über die gleichen Stadien von zuerst starr, dann mit Gelenken, danach völlig flexibel und schlussendlich bis hin zu gasförmig - vom starren Scheibenwischer bis zum Spray, der ihn ersetzt.
Mit der I-Scout-Methode werden systematisch und mit kreativem Input Potenziale identifiziert und Ideen für Verbesserungen entwickelt. So ist Katzenfutter schon lange nicht mehr nur Futter, sondern wichtiger Faktor in der Beziehung zwischen Mensch und Stubentiger. Eine weltweite Fastfood-Kette hat das Erstlingsprodukt „Fleischlaibchen“ mittlerweile zum einzigartigen Service-Erlebnis weiter entwickelt. Alles KVP-basierte Entwicklungen, die auch für die automotive Denkwelt interessante Ansätze bieten.
Geschlossene Runde und offene Diskussion
Geleitet von den Moderatoren Dr. Börge Kummert (IMG), DI Thomas Mandl (ICG) und DI Christian Edler (SixSigma Austria) arbeiteten 25 Teilnehmer in drei bereits erfolgreich bestehenden KVP-Gruppen. Weitere Besucher tauschten sich in KVP-Workshops aus. Interessante Ansätze aus anderen Branchenbereichen waren dabei ebenso gefragt, wie bereits erprobte Lösungen im automotiven Sektor.
Vorträge von Mag. Nicole Mayer und DI Axel Dick von der qualityaustria GmbH, ein Hauptsponsor der Veranstaltung, veranlassten die Besucher zu interessanten Fragestellungen – man spürte, wie der KVP-Gedanke sich breit machte. Innovativer Ansatz der Veranstaltung: der „Hilfe!“-Kasten …Teilnehmer nutzten das Forum, um Antworten auf spezielle Frage zu bekommen, wie zB. „ Wie bindet man die Instandhaltung und die Produktion in den KVP-Prozess ein?“